| Die Hochebene von Tremosine hat der Gemeinde den Namen gegeben. Sie besteht aus 17 Dörfern; Hautort und Sitz der Gemeinde ist Pieve di Tremosine. Es liegt am Rande eines senkrecht in den See abfallenden Felsvorsprungs. Von diesem Balkon genießt man einen weiten Blick auf den tief unten liegenden See und die gegenübeliegende Bergkette Monte Baldo.

Auch dieser Ort kann auf eine lange wechselvolle Geschichte zurückblicken. Tremosine war seit der Zeit der Langobarden Streitobjekt zwischen Brescia und Trient. Ein echter Krieg über seine Zugehörigkeit brach in der 2. Hälfte des 13. Jh. aus. Von 1426 - 1797 fiel dann Tremosine unter die Herrschaft der Serenissima. 1815 kam es zum Lombardo-Venezianischen Reich; 1859 wurde es sardisches Territorium und 1861 kam es wieder zum Königreich Italien, in dem es bis 1918 Grenze zum Österreichisch-Ungarischen Kaiserreich bildete.

Die Pfarrkirche in Pieve, Ende des 12. Jh. erbaut und 1712 erneuert, hat heute eine hübsche Barockeinrichtung. Von dem mittelalterlichen Bau ist nur der Turm mit Reliefs aus dem 8. Jh. erhalten. Im Inneren befindet sich auch ein Fresko aus dem 16. Jh. und schöne Holzschnittarbeiten; vor allem das Chorgestühl ist bemerkenswert.
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